Neues Buch: ESM-Embodied Stress Management

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Mit bewegter Achtsamkeit aus der Stressfalle

Achtsamkeit ist eine gute Strategie, um mit Stress umzugehen. Doch wie können wir Achtsamkeit für uns finden, wenn alles drunter und drüber geht?

ESM-Embodied Stressmanagement ist ein leicht verständliches, praxisnahes Übungsbuch, das dem Stress mit einfachen und achtsamen Körperbewegungen begegnet. Das Besondere an den Übungen ist, dass die Körperbewegungen, wenn sie einmal erlernt sind, in jeder Lebenssituation eingesetzt werden können: Zu jeder der neun Übungen gibt es einen Micromove. Das ist eine unsichtbare Bewegung mit der Essenz aus der Übung. Selbst in der Hektik des modernen Arbeitsalltages oder bei schwierigen Gesprächen bleiben Sie auf diese Weise in Ihrem Körper achtsam präsent.

Der Autor zeigt auf anschauliche Weise, wie man in Stresssituationen über Bewegung den Kontakt zu sich wieder finden.

Das Buch ist ab sofort über den tredition-Verlag und im Buchhandel erhältlich.

Bergauf-Bergab: Leichter Gehen

Wandern TitelbildWenn ich in meinem Bekanntenkreis und bei meinen Klientinnen und Klienten nachfrage, steht Wandern bei den meisten weit oben auf der Beliebtheitsskala. Gehen in der Ebene ist das Eine, aber das Gehen über Stock und Stein, Bergauf und Bergab macht mehr Freude. Doch wenn die Knie oder die Hüften nicht mehr so leicht mitmachen, wird Wandern mühsam.

Die Art und Weise, wie wir den Körper bei der Fortbewegung einsetzen, unterscheidet sich in einigen grundlegenden Aspekten, je nachdem wir Bergauf, Bergab oder in der Ebene gehen. Die Unterschiede sind klein, doch haben sie einen entscheidenden Einfluss darauf, wie stark wir unsere Gelenke belasten.

Gehen Sie mal einige Schritte mit der Vorstellung, dass Ihre Beine im Brustkorb beginnen. Gehen Sie mal eine Treppe hoch und positionieren Sie Ihr Hüftgelenk etwas früher über Ihrem Fuss. Und gehen Sie eine Treppe hinunter und lassen Sie Ihre Rippen auf der Seite des vorderen Beines auseinanderfächern. Diese drei Tricks erleichtern Ihr Gehen und sie lassen sich leicht erlernen.

Am Samstag 21. Mai 2016 haben Sie die Gelegenheit, in Luzern Ihr Gehen und Ihr Wandern zu perfektionieren. Klicken Sie hier für weitere Informationen zum Workshop und Sie brauchen nur noch schönes Wetter für genussvolle Wanderungen in den Bergen und Hügeln.

Nicht vergessen – Tag der offenen Tür am 23. 04 2016 in Luzern

Feldenkrais am Kasernenplatz Luzern

Feldenkrais hat viele Gesichter. Es ist nicht immer einfach zu schildern, was Feldenkrais genau bewirkt, auch wenn der Erfolg offensichtlich ist.
Deshalb lade ich Sie, Ihre Freunde und Bekannten zu einem Tag der offenen Tür ein.
Am Samstag 23. April 2016 stehe ich Ihnen von 10.00 bis 15.00 Uhr in zwangloser Atmosphäre zur Verfügung. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. (So finden Sie mich)
Wenn Sie an einem der folgenden Punkte interessiert sind, lohnt sich ein Besuch am Kasernenplatz, Hirschengraben 52 in Luzern:

  • Was ist Feldenkrais?
  • Feldenkrais und Schmerzen
  • Feldenkrais und leichter Wandern
  • Feldenkrais und Stress
  • Feldenkrais und besser Arbeiten
  • Feldenkrais und mehr Sicherheit im Alter

Mehr Informationen finden Sie auch unter www.ergosens-feldenkrais.ch

Die vielen Gesichter von Feldenkrais

Die vielen Gesichter von Feldenkrais

Was ist Feldenkrais eigentlich? Kaum zwei Beschreibungen  der Feldenkrais Methode sind identisch, ausgenommen die sperrige Beschreibung, die man auf vielen Flyern und Websites findet. Doch wenn ich meine KlientInnen frage, was sie daraus lesen, erhalte ich als Antwort meist ein etwas ratloses Schulterzucken.

Wie lässt sich also die Feldenkrais Methode beschreiben, dass sie für Laien eine Bedeutung erhält? Seit Jahren suche ich nach Beschreibungen. Je mehr ich mich darin vertiefe, desto mehr erkenne ich, dass Feldenkrais unzählige Gesichter hat. Wie kann sich Feldenkrais in seiner ganzen Vielfalt präsentieren, ohne die potenziellen KlientInnen zu überfordern?

Hier stelle ich eine Auswahl von Beschreibungen vor, die in meinen Augen und in den Augen meiner KlietntInnen Sinn ergeben haben.

  • Fitness für die Faulen (nicht ganz ernst gemeint, doch für nicht wenige attraktiv). Was heisst faul? Im Grunde genommen kann man Faulheit als eine Strategie zur Optimierung von Aufwand und Ertrag bezeichnen – also nichts anderes als ökonomisches Verhalten.
  • Methode für Schmerzmanagement. Feldenkrais reduziert unbestreitbar viele bewegungsbezogene Schmerzen. Schmerzen verschwinden selten von einem Augenblick zum anderen. Deshalb ist die Erfahrung wertvoll, wie man sich verhalten und bewegen kann, auch wenn noch Schmerzen vorhanden sind. Oft ist gutes Schmerzmanagement der erste Schritt für erfolgreiche Schmerzbekämpfung.
  • Persönlichkeitsentwicklung auf der Basis von Bewegungswahrnehmung. Gerade im Rahmen von Coaching und Training wird der Ansatz über Bewegung sehr geschätzt. Die Erfahrungen sind konkret, man kann sich leicht daran erinnern und die Persönlichkeitsentwicklung erfolgt spielerisch.
  • Entspannungstraining. Feldenkrais ist mehr als Entspannungstraining, doch wer Entspannung sucht, findet sie mit Feldenkrais. Feldenkrais entspannt zuverlässig Körper und Geist.
  • Körpertraining ohne Druck. Es ist erstaunlich, wie viele Menschen sich von anderen Trainingsformen enttäuscht abwenden. Sie wollen nicht dauernd als unfähig betrachtet werden und zusehen, wie toll es der Trainer kann. Für manche ist Feldenkrais die erste Trainingsform, bei der sie Erfolgserlebnisse erkennen und geniessen können.
  • Unterstützung beim Kompetenzenerwerb. Was abstrakt tönt, ist essenziell für Menschen, die eine neue Fertigkeit, eine Sportart oder eine Kunstform erlernen möchten. Ergänzend zum Training in der Technik bietet Feldenkrais die Grundlagen, dass die Technik effizient eingesetzt werden kann. Wer will kann sein Ding schneller und besser mit Feldenkrais.

Erfahren Sie mehr darüber, wo überall Feldenkrais eingesetzt werden kann: www.ergosens.ch

High on Heels – Lernen vom Catwalk

Es gibt wohl keine zwei Menschen, die auf die selbe Weise gehen. Unser Gefühl, wer wir sind, hängt stark mit unserem Gangmuster zusammen. Und doch wollen wir eleganter gehen, geschmeidiger, kraftvoller. Wir tragen spezielle Schuhe, um besser zu gehen. Millionen Frauen (und im Mittelalter auch Männer) schwören auf hohe Absätze, um beim Gehen mehr Wirkung zu erzielen. Für andere wiederum sind hohe Absätze „des Teufels“ und ein Ausdruck von Unterdrückung.

High on Heels - lernen vom Catwalk

Tatsächlich verändern hohe Absätze das Gangmuster. Viele Menschen (nicht nur Männer) finden das Gehen auf High Heels eleganter.  Ich habe mich gefragt, ob diese Eleganz wirklich nur mit hohen Absätzen zu erreichen sind. Ich begann mit hohen Absätzen zu üben, erforschte die verschiedenen Gangmuster, die ich barfuß, mit hohen Absätzen oder mit schweren Schuhen feststellen konnte. Und ich kam zum Schluss, dass hohe Absätze ein gutes Trainingsinstrument darstellen, dass Models auf dem Laufsteg eine Karikatur guten Gehens aufführen und dass elegantes Gehen auch mit flachen Schuhen geht.

Ich entwarf einen Kurzworkshop „High on Heels – Lernen vom Catwalk“ mit dem Untertitel: „Die Architektur des Gehens“. Am 19. Februar werde ich diesen Workshop in Lilienthal bei Bremen präsentieren (siehe weiter unten). Ich zeige den Teilnehmenden, hoffentlich auch vielen Männern, wo im Körper das Gehen entsteht, wie das Gehen auf High Heels sicher und attraktiv werden kann und wie man diese Erfahrungen auch auf flache Schuhe übertragen kann. Das Ziel ist, dass wir unsere Schuhe nach Lust und Laune auswählen können und die Eleganz unseres Gehens auf jeden Fall zur Geltung kommt.

Haben Sie Lust auf einen unterhaltsamen und lehrreichen Abend? Dann melden Sie sich an und bringen Sie Schuhe mit ca 6 cm Absatzhöhe mit. (Killer Heels sind zum Üben ungeeignet):

19. Februar 2016, Lilienthal bei Bremen, 19.oo-21.30 Uhr. Kosten: € 33.00 (Studierende € 22.00), Anmeldung unter info@ergosens.ch.

Falls Sie diesen Workshop auch in Ihrer Nähe erleben möchten, freue ich mich auf Ihre Nachricht.

 

Ein frischer Blick auf Stress

 

Wohin geht's?
Wohin geht’s?

Ein frischer Blick auf Stress – vielleicht ist es doch nicht so schlimm

Es wird so viel über Stress diskutiert und geschrieben, dass dabei beinahe untergeht, was bei Stress im Erleben des Gestressten vor sich geht. Damit meine ich nicht die neurologischen und endokrinen Vorgänge. Im Moment des Gestresstseins hilft mir nicht zu wissen, dass ich im Flucht oder Kampfmodus bin oder dass in meinem Inneren ein Cocktail von Hormonen produziert wird. Dieses Wissen ist wertvoll, um Spät- und Folgeschäden von Stress zu vermeiden, doch unter Stress benötige ich ein anderes Wissen.

Wir arbeiten, bringen Familie und Freundschaften unter einen Hut, sind sozial oder politisch engagiert und freuen uns, wenn etwas läuft. Manche in unserem Umfeld staunen vielleicht, dass wir das alles schaffen, doch für uns ist es Alltag und nichts besonderes. Doch plötzlich geschieht etwas und wir fühlen uns gestresst. Was ist es, das uns belastet? Von aussen gesehen ist es vielleicht nichts Auffälliges. Ein kleiner Ärger hier, eine kleine Zusatzaufgabe dort, das Fehlen einer erwarteten Anerkennung da. Vielleicht hat jemand eine alte, vergessen geglaubte Angst aktiviert, vielleicht ist es der Stress einer nahestehenden Person, der uns aus dem Gleichgewicht bringt.

Wenn man alle diese unterschiedlichen Stressauslöser auf einen Nenner bringt, kann man feststellen, dass einem, unabhängig von der Stressursache, die Handlungsmöglichkeiten abhanden kommen. Im Extremfall steht man vor der Alternative: Die Stelle künden oder krank werden. Beides äusserst belastende Aussichten. Zwei Handlungsalternativen sind nicht genügend. Das Gleichgewicht wird zu sehr gestört, um noch den Zugang zu seinen Ressourcen aufrecht zu erhalten. Je mehr Handlungsmöglichkeiten einem offen stehen, desto kleiner ist der erlebte Stress.

Wie kann man viele Handlungsmöglichkeiten verfügbar haben, auch wenn man in „unmögliche“ Situationen gerät?

Das Geheimnis liegt in der Grösse der Handlungen. Oft erwarten wir bei grossen Problemen, dass es grosse Lösungen braucht. Doch die liegen leider oft ausserhalb unserer momentanen Möglichkeiten. Je kleiner eine Handlung ist, desto grösser ist die Möglichkeit, dass wir sie nutzen können. Die kleine Handlung ist zwar nicht die Lösung, doch sie bringt etwas Entspannung und vor allem das Vertrauen, dass auf die eine kleine Handlung eine zweite und weitere kleine Handlungen erfolgen können.

Woraus bestehen diese kleinen Handlungen?

Das was uns in der Regel immer zur Verfügung steht, ist unsere Fähigkeit, uns zu bewegen. Eine Mikrobewegung, die vielleicht von Aussenstehenden nicht einmal bemerkt wird, kann der Beginn einer Kaskade von Handlungen werden, die uns aus der Stress-Situation heraushelfen. Das bedingt allerdings, dass wir uns und unseren Körper in allen Lebenslagen wahrnehmen können.

Diese Eigenwahrnehmung und die Mikrobewegungen, die besonders gut in Stress-Situationen helfen, sind lernbar. In Seminaren schule ich kompetentes Stressmanagement durch Mikrobewegungen und Körperintelligenztraining. Besuchen Sie www.ergosens.ch für weitere Informationen oder kontaktieren Sie mich für ein individuell für Sie zugeschnittenes Angebot (info@ergosens.ch)

 

Ihr Konrad Wiesendanger

Orientierung und Körperintelligenz

Jörg Müller

Orientierung ist ein Begriff, der oft gebraucht wird, aber selten in seiner ganzen Bedeutung verstanden wird. Weshalb sieht diese Vorstellung so einfach aus? Jörg Müller scheint alle Zeit zu haben, das richtige Rohr an den richtigen Ort zu schwingen. Orientierung ist also die Fähigkeit, sich selber und Dinge in der richtigen Reihenfolge, zum richtigen Zeitpunkt an den richtigen Ort zu bringen. Dazu muss man wissen, wo man ist und wohin man möchte. Die Kompetenz dazu befindet sich in unserem Körper: Die Wahrnehmung der Schwerkraft, die Blickrichtung, die Richtung der Gedanken, die Verlagerung des Gewichts in der Bewegung. Wenn die Koordination dieser Faktoren nicht optimal funktioniert, erleben wir Zeitnot, Stress und Überforderung.

Feldenkrais Informationsabend am 15. Oktober 2015; 19.00-20.30 Uhr

Feldenkrais

Weshalb eignet sich Feldenkrais besonders zur Entwicklung von Körperintelligenz?

Wie viele andere Therapien hilft Feldenkrais bei Bewegungseinschränkungen, Verspannungen und Schmerzen. Doch Feldenkrais bietet mehr: Nicht nur werden Beschwerden gelindert, sondern man lernt gleichzeitig, mit welchem Verhalten künftige Beschwerden verhindert werden können. Nicht nur findet man körperliche Entlastung am Arbeitsplatz, sondern man lernt, wie man auch nach Feierabend fit sein kann. Nicht nur findet man Entspannung, sondern auch Gelassenheit in turbulenten Zeiten.

Was macht Feldenkrais anders?

Die meisten Beschwerden haben mit der Art und Weise zu tun, wie wir unseren Körper einsetzen. Indem Feldenkrais auf der Verhaltensebene ansetzt und die Selbstwahrnehmung trainiert, findet neben der therapeutischen Wirkung auch ein Lernprozess statt. Dieser Lernprozess hilft, sich mit der eigenen Welt auf eine sanftere Weise auseinanderzusetzen und dadurch den Körper weniger zu belasten. Das ist Körperintelligenz.

Feldenkrais erfahren

Über Feldenkrais kann man lange diskutieren. Doch die Erfahrung sagt viel mehr aus. Deshalb haben Sie die Gelegenheit, am 15. Oktober 2015 Feldenkrais an sich zu erfahren. Sie erhalten Hintergrundwissen und mehrere kleine Erfahrungserlebnisse. Und Sie haben bei einem kleinen Apéro die Gelegenheit zum persönlichen Gespräch.

Wann, Wo?

Donnerstag 19. 10. 2015, 19.00 – 20.30 Uhr
Feldenkrais am Kasernenplatz, Luzern
Praxis Konrad Wiesendanger
Hirschengraben 52, 3. Stock (Lift)
Eintritt frei, Platzzahl beschränkt! Anmeldung erwünscht.
info@ergosens.ch, 041 310 02 11

Körperintelligenz-Training-Quelle Fotolia-Breitformat

Habitus zum Zweiten

Habitus: mit Haltung zu mehr Energie

Habitus: mit Haltung zu mehr Energie

Am 10. August habe ich bereits zum Thema Habitus geschrieben (siehe hier). Am 28. August 2015 konnte ich in der Nähe von Bremen ein Seminar zum Thema Habitus präsentieren. Es ging dabei um Körperhaltung und wie wir uns „bewohnen“, wenn wir uns in unterschiedlichen Rollen befinden.

Im privaten und beruflichen Leben stehen wir in einem Spannungsfeld zwischen Verändern und Bewahren. Oft leiden wir, weil Veränderungen zu schnell oder zu langsam erfolgen. Wir wissen aber nicht, welches Tempo für uns angemessen ist.

Wenn wir uns in einer Situation im Körper nicht daheim fühlen, wirken wir nicht authentisch. Wir benötigen viel Energie, um uns durchzusetzen. Im Seminar untersuchten wir dieses „Heimatgefühl“ . In welcher Rolle fühlen wir uns zuhause, von welchem Moment an verlieren wir das Heimatgefühl. In einer Raumübung erfuhren die Teilnehmenden, aus welchem Habitus heraus sie ihre Welt betrachten. In sorgfältigen Schritten erkundeten sie, wie weit sie sich von ihrem Habitus entfernen konnten, ohne ihre Authentizität zu verlieren. Diese Erfahrung gibt Rückschlüsse darauf, wie schnell eine Entwicklung für ein Individuum erfolgen darf, ohne dass es seine Wurzeln verliert.

Die Fähigkeit, seine innere Welt in der Beziehung zur Umwelt wahrzunehmen, gehört zur Körperintelligenz. Sie erlaubt, die individuelle Dynamik innerer Prozesse zu respektieren und sich ohne Gefahr von psychischer und körperlicher Überlastung auf Neues einzulassen. Gerade in Zeiten grosser Umbrüche und Unsicherheiten kann die Körperintelligenz helfen, das Risiko für Burnout und dessen Folgeerkrankungen zu senken. Mit Körperintelligenz orientiert man sich nicht ausschliesslich an den Vorgaben der Aussenwelt, sondern schafft einen gesunden Ausgleich zwischen Herausforderungen und den vorhandenen Ressourcen.

Weitere Habitus-Seminare

Kleine Kletterkünstlerin

Kleine Kletterkünstlerin.

Die Ruhe und die Sorgfalt der Bewegungen dieses kleinen Mädchens sind beeindruckend. Weshalb sehen wir solches häufiger in Kleinkindern als in Erwachsenen? Kinder verfügen über eine unbändige Neugier, aber ihre Muskelkraft ist im Verhältnis zum Körpergewicht begrenzt. Das führt dazu, dass sie ihre Kraft geschickt einsetzen müssen, wenn sie die Welt erforschen wollen. Bei jungen Erwachsenen sind die Muskeln stark genug, um mangelnde Körperintelligenz zu kompensieren. Doch die Befriedigung durch muskelbetonte Hauruck-Bewegungen ist nicht dieselbe. Und wenn nach einem Unfall oder bei fortgeschrittenem Alter die Muskulatur an Kraft verliert, sind wir dann noch fähig, auf unsere Erfahrungen als Kleinkind zurückzugreifen? Mit der richtigen Begleitung geht das tatsächlich.

Auch Erwachsene können wieder zu einer solchen Anmut der Bewegung finden. Mit ergosens-feldenkrais lernen Sie zwischen einer kräftigen und einer effizienten Bewegung zu unterscheiden. Sie werden geschickter, erleben mehr Genuss an Bewegung und nicht zuletzt finden Sie Wege, um auch bei allfälligen körperlichen Einschränkungen ein erfülltes Leben zu führen.

Aktuell: Gönnen Sie sich ein Körperintelligenz-Training mit Feriencharakter. Verlängern Sie den Sommer in der Südtürkei vom 14.-21. November und bilden sich gleichzeitig weiter! Lesen Sie mehr

HABITUS

HABITUS: Mit Haltung zu mehr Energie

HABITUS

Was hat die Körperhaltung mit unserem Energiehaushalt zu tun?

Vielleicht hatten Sie auch schon das Gefühl, dass Sie mehr erreichen könnten, aber irgend etwas bremst Sie.
Vielleicht ist Ihnen auch schon Ihre Energie förmlich durch die Finger geronnen, als Sie sich bestimmten Situationen befanden.
Aber bestimmt haben Sie schon Situationen erlebt, in denen Ihnen einfach alles gelungen ist, sich alles geschmeidig und leicht angefühlt hat, aber Sie wussten nicht, weshalb.
Solche und viele weitere Situationen haben damit zu tun, dass Sie häufig gleichzeitig mehrere Absichten in sich tragen, ohne es zu merken. Manchmal stehen diese Absichten im Einklang zueinander und Sie erleben diese Leichtigkeit, die einen nur staunen lässt. Im nächsten Moment aber widersprechen sich diese Absichten: Sie wollen etwas, trauen sich aber nicht, Sie müssen freundlich sein, möchten aber lieber die Zähne zeigen, Sie tun etwas, weil Sie glauben, es sei richtig, aber Ihr Körper sagt etwas anderes.
Jede Absicht, jedes Gefühl, aber auch unsere Erziehung und die Kultur, in der wir leben, manifestieren sich in unserer Körperhaltung. Meist spüren wir nichts davon, wir wundern uns nur, weshalb uns etwas leicht fällt und etwas anderes nicht.
Bei einer Ergonomieberatung in einem internationalen Unternehmen sprach mich eine Mitarbeiterin wegen ihren Schulter-Nackenbeschwerden an. Auf meinen Vorschlag hin, öfters mal die Arme hoch zu strecken und tief zu atmen, schaute sie mich entgeistert an und meinte, das könne sie unmöglich in der Gegenwart ihrer Kollegen tun. Sie befolgte eine unausgesprochene Regel des Unternehmens, keine Haltung einzunehmen, die nicht zur Arbeit gehört und fand keine Möglichkeit Ihre Zwangshaltung am Pult zu lockern.
Der französische Soziologe und Philosoph Pierre Bourdieu verwendete den Begriff Habitus für die Gesamtheit der Faktoren, die die gesellschaftliche Klassenzughörigkeit in einem Menschen verankert. Er erforschte Gewohnheiten, Geschmack und Kommunikation der verschiedenen Gesellschaftsschichten. Inspiriert von Bourdieus Arbeit fragte ich mich, wie sich der Körper in unterschiedlichen Lebenssituationen anfühlt. Was tut der Körper, wenn wir uns in einem Raum nicht wohl fühlen? Wie fühlt sich der Körper nach einer Beförderung an? Was verändert sich, wenn wir uns festlich kleiden?
Ich entdeckte, dass man sich mit solchen Fragen und mit einfachen Körperexperimenten ganz neu kennen lernen kann und feststellen kann, wo die Energiefresser sitzen. Man kann sich schneller und leichter in neue Situationen einfühlen und sich dadurch authentischer fühlen.

Aktuell: Zu diesem Thema gebe ich in nächster Zeit zwei Workshops: einen Tagesworkshop in Bremen Ende August (siehe hier) und eine ganze Woche an der türkischen Riviera (siehe hier).

Bewegung und Körperintelligenz

Bewegung wird für uns immer mehr zu einer Freizeitbeschäftigung. Im Alltag lassen wir uns die körperliche Arbeit mit Maschinen, Fahrzeugen und Lieferdiensten abnehmen. Anschliessend verbringen wir unsere Freizeit mit Bewegung in der Natur und in Fitnesszentren.

Bewegung wird zunehmend unter dem Gesichtspunkt von Gesundheit und Fitness betrachtet, wobei vergessen geht, dass jede Absicht, die zu einer Handlung führt, Bewegung bedeutet.

Bewegung als gesundheitsförderndes Fitnessprogramm orientiert sich in erster Linie an den Muskeln und der Ausdauer. Wenn die Muskeln gefordert werden, hat das einen aufbauenden Effekt. Doch im Alltag und im Beruf steht nicht die Bewegung im Vordergrund, sondern unsere Absicht, etwas zu bewirken. Und dies wollen wir mit grösstmöglicher Effizienz erreichen.

Effizienz kann man umschreiben als das Verhältnis zwischen Energieaufwand und Belastung. Wir wollen unsere Energie möglichst vollständig in unserer Tätigkeit einsetzen und die Belastung des Körpers gering halten. Effizienz auf menschliche Bewegung bezogen ist Körperintelligenz.

Damit wir unseren Körper intelligent einsetzen können, benötigen wir neben den Muskeln ein Bewusstsein für unser Skelett als Tragstruktur, für die Schwerkraft als primäre Orientierung sowie ein Bewusstsein für den Übergang von Absicht zu Handlung.

  • Wenn wir unser Skelett vergessen, nutzen wir Muskelkraft zur Haltearbeit des Körpers. Diese Muskelarbeit lässt sich nicht in Handlung umsetzen und belastet unnötigerweise unsere Gelenke.
  • Wenn wir die Schwerkraft vergessen, fehlt uns die Orientierung, worauf wir unser Gewicht abstützen können. Vor allem unter Stress gehen uns das Gefühl für die Schwerkraft und die klare Ausrichtung unserer Handlung verloren.
  • Und schliesslich der Übergang von Absicht zu Handlung. Oft wirken widersprüchliche Absichten in uns. Wenn wir uns kein klares Körperbild unserer Handlungen machen können, werden wir mit unseren Muskeln in verschiedene Richtungen bewegen und damit die Effizienz unserer Handlungen beeinträchtigen und den Körper belasten.

Freizeitbewegung gibt uns Genuss und Gesundheit. Doch zu oft setzen wir unseren gestählten Körper im Alltag ineffizient ein und belasten Gelenke und Bänder. Wenn wir nicht nur unsere Körper trainieren, sondern auch unsere Körperintelligenz, werden wir Alltagsbewegungen nicht mehr nur als Last erleben. Das Sitzen am Pult, das Bedienen von Geräten oder das Bewegen von Gegenständen wird effizienter, anmutiger und befriedigender.

Körperintelligenz lässt sich auf verschiedene Arten trainieren. Feldenkrais, Tai-Chi, Tanz oder gewisse Formen von Yoga sind nicht nur effiziente sondern auch interessante und unterhaltsame Methoden.

Weitere Informationen auf www.ergosens-feldenkrais.ch